5 Q&A interview for banq.de
  
(German only)

Wer ist Sneaker DJ?
Der Name ist bestimmt irreführend, denn er leitet sich von meinem früheren Grafittitag Sneak ab. Der Suffix “DJ” hingegen sagt schon alles Wichtige. Dieser ist ein bewusst hervorgekramtes Relikt aus der Zeit, als auf jeder Platte aus Chicago oder New York ein “DJ” vor den Künstlernamen gestellt war.
In den Staaten liegt bis heute die musikalische Verortung des “Sneaker”. Andere, oft europäisch verortete Leidenschaften – wie Italo, Wave, New Beat, Minimal Synth, EBM – toben sich in anderen Projekten aus. In der Summe gibt es viel mehr Platten von mir unter meinen Pseudonymen, aber auf der Bühne ist es meist Sneaker DJ.

Wie fing es an?
Auf dem Rave Strikes Back Blog habe ich meine Anfänge im thüringischen Jena schon einmal mit Bildern und Anekdoten hinterlassen: www.rave-strikes-back.de/?page_id=4252

Hast du ein Ziel?
Ich fühle mich seit ca. einem Jahr schon angekommen oder zumindest nicht mehr am unbedingten, eindimensionalen Streben nach vorn, nach oben … Ich fühle mich musikalisch endlich verstanden. Und die Qualität stimmt wohl endlich (hauptsächlich durch die Schule namens “Jacob Korn”). Mein Umzug nach Berlin hat für mich das “Ankommen in mir” markiert. Allerdings wegen meines dortigen Komforts und meiner Freundin Bionda und nicht etwa wegen der großen, gehypten Stadt.Denn gependelt bin ich schon seit 10 Jahren. Insofern möchte ich auch ein unerwartetes, konservatives Ziel nennen – nämlich in Dresden weiter meine Freunde zu wissen.
Ich möchte weiter so frei produzieren, kollaborieren, reisen, freie Zeit für die schönen Dinge im Leben haben.

Wo würdest du gern noch spielen?
Im Grunde nehme ich die Überraschungen, die da kommen, gerne an. Die Gastgeber und die Gastfreundlichkeit sind dabei mind. genauso wichtig wie die Musik oder der Club. Und ich bin da einer Meinung mit anderen Musikern – je kleiner oder je abgelegener der Ort, desto herzlicher ist man bei der Sache (in Freiburg und Clermont-Ferrand z.B.). Da ich gerne reise, darf es aber sicher auch nochmal auf andere Kontinente gehen – Asien oder Australien. Aber das hat Zeit. Und ein langer Atem war schon immer die Wurzel des Erfolgs. Meine letzte Tour durch Südamerika und die Staaten habe ich selber losgetreten – 100 Emails, Terminverschiebungen, Absagen … dran bleiben ist dann alles, um seine Träume doch wahr zu machen. Stress bleibt dabei nie außen vor.

Was kommt als nächstes?
½Gott, dann Gott. Das werden 2 Synth Wave / EBM EPs mit meinem Buddy aus Zürich namens Scannoir – die kommen auf Uncanny Valley raus. Zwischendurch die nächste Serial Error (mit Jacob Korn und Credit 00) auf dem Tochterlabel Rat Life. Nach Platten in Holland und Spanien, nun also die Besinnung auf die Wurzeln.Danke banq und bis bald im Nachtleben Dresdens!